Steh auf, es ist Krieg!

Am 9. September 1985 startet die Reise an der polnisch-sowjetischen Grenze. Es handelt sich nicht um eine Urlaubsreise, sondern um eine ebenso politische wie persönliche Reise. Der Startpunkt ist genau da, wo am 22. Juni 1941 in den frühen Morgenstunden der Angriff der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion begann. Paul Kohl folgt dem Weg der Heeresgruppe Mitte von Brest über Minsk und Smolensk bis 15 Kilometer vor Moskau. Er hat einige Jahre Recherche hinter sich, er weiß wie die Route verlief und er weiß ungefähr, was passierte. Die Sowjets haben die Reise genehmigt und ihm einen Dolmetscher an die Seite gestellt. Der Dolmetscher arbeitet für den KGB, im Lauf der Reise freundet sich Paul Kohl mit ihm an (audio 3). Er hat ein fast 4 Kilogramm schweres UHER-Gerät dabei mit Tonbandspulen, die alle 20 Minuten gewechselt werden müssen. Oft, so erzählt er, ist er froh, dass er sich um die Technik kümmern muss. Denn was er hört, ist grauenvoll.

Paul Kohl ist ein westdeutscher Journalist. Wenn im Jahr 1985 westdeutsche Journalisten aus der Sowjetunion berichten, dann begleiten sie in der Regel die große Politik. Sie gehen nicht in kleine Dörfer, um nach einem Massengrab zu fragen, wo 1941 ein deutsches Sonderkommando Hunderte von Menschen erschossen haben. Sie suchen nicht nach dem Platz, an dem einmal eine Scheune stand, in der die Dorfbewohner verbrannten, nachdem die Deutschen sie hineingetrieben und die Scheune angezündet hatten. Und sie fahren nicht dorthin, wo die Deutschen Lager für Hunderttausende sowjetischer Kriegsgefangene errichtet haben, die dort verhungert und erfroren sind. Das aber macht Paul Kohl. Sein Motiv für die Reise sei ein persönliches gewesen, sagt er: „Ich habe dieses Feature, das ja mein erstes großes einstündiges Feature war, deshalb geschrieben, weil um mich herum, Familie, Verwandtschaft, alle geschwiegen haben.“ (audio 1)

Der Krieg gegen die Sowjetunion war als triumphaler Raubzug von den Ideologen des Rassenhochmuts geplant. Das Land sollte erobert, die Bevölkerung ermordet oder versklavt werden und das kommunistische Regime in Moskau gestürzt werden. Alles sollte innerhalb weniger Wochen erledigt sein. Jedenfalls vor dem Winter, für den die deutsche Armee nicht ausgerüstet war. Es kam anders. Wenige Kilometer vor Moskau stockte der Angriff. Von da ab ging es rückwärts, dreieinhalb Jahre lang, bis im Mai 1945 die rote Fahne auf dem Berliner Reichstagsgebäude gehisst wurde. Weit über 20 Millionen Tote hatten die sowjetischen Sieger zu beklagen, mehr als die Hälfte waren Zivilisten. Über drei Millionen deutsche Soldaten fanden in Russland den Tod.

Wenn Paul Kohl dem Weg der Herresgruppe Mitte folgt, ist das nach den heutigen Kriterien des storytelling nicht spannend, denn Anfang und Ende sind bekannt. Trotzdem ist jede Minute dramatisch aufgeladen, denn der Autor lässt das Ereignis von zwei Seiten erzählen. Und die Berichte der überlebenden Zeitzeugen aus der Sowjetunion decken sich an kaum einer Stelle mit den Geschichten der deutschen Soldaten. Der Autor Paul Kohl bricht ein bundesdeutsches Tabu, indem er Aussage gegen Aussage setzt, gleichberechtigt, Schnitt und Gegenschnitt. Er schafft so einen dokumentarischen Rahmen, eine fiktive Begegnung, die historisch – zumindest in Westdeutschland – nicht stattgefunden hat.

Die beiden Erzählstränge von Opfern und Tätern werden ergänzt einerseits durch einen informatorischen Text, sparsam, mit wenigen Zahlen und andererseits durch die Eindrücke des Autors, der an den Tatorten steht, wo in der Regel nichts von dem zu sehen ist, was im Krieg dort geschah: „Hier muss es gewesen sein“. Phrasiert wird der Vormarsch von Brest nach Osten durch das Metronom von Radio Moskau. Dieses Ticken verbindet Gegenwart und Vergangenheit in einer gefühlten Mischung von Gefahr: Zeitzünder und Unerbittlichkeit: nichts ist vergangen.

Die Regie von Wolfgang Bauernfeind verzichtet auf stimmungsvolle Effekte, es gibt keine Tiefflieger, kein Panzerkettengerassel, keine Schüsse, keine dräuenden Tiefenfrequenzen. Es zählt das gesprochene Wort. Akustische Farbe gibt es überhaupt nur in den Passagen des Jahres 1985, in denen vom Alltag der Überlebenden erzählt wird, die einen prächtigen Bahnhof mit Kronleuchtern gebaut haben, die Pilzsuppe mit saurer Sahne servieren und riesige Hochzeiten mit mehreren Musikkapellen feiern. Hier liefert der Autor die journalistische Zusicherung: ich war da. Zugleich erklärt er die journalistische Kapitulation: „3000 Menschen in diesem Graben. Ich versuche mir das vorzustellen, es gelingt mir nicht. Ich versuche mir zehn erschossene Menschen vorzustellen, zehn, das kann ich. Hundert, ich habe Mühe. 1000, 3000. Zuviel. Ich kann es mir nicht vorstellen.“

An keiner Stelle analysiert Paul Kohl das Geschehen, nirgends bewertet oder beurteilt er, was seine Protagonisten sagen. „Ich werte nie! Ich muss das so hinstellen, dass der Hörer automatisch es selbst bewertet“. (audio 5) In der Begründung der Jury zur Verleihung des Axel Eggebrecht-Preises an Paul Kohl im Jahr 2014 heißt es: „Aussagen und Argumente werden unaufgeregt in eine präzise Sprache gefasst, sorgfältig Gegenargumenten gegenübergestellt, und dramaturgisch geschickt verwoben. Dabei bleibt die Haltung des Autors zu seinem Thema nie verborgen. Der gedankliche Freiraum, der durch die sorgfältige Montage aller Elemente entsteht, lässt jedoch auch Platz für die eigene Meinungsbildung des Hörers, denn Paul Kohl will nicht ‘die Wahrheit’ verkünden, er will durch Information aufklären.“

Die gängige Version vom „Russlandfeldzug“ in den meisten deutschen Familien nach 1945 war die einer großen Leidensgeschichte, in die Hitler die Deutschen hineingetrieben hatte. Von den Leiden der Menschen in der Sowjetunion, den Ghettos, Gefangenenlagern und Massenerschießungen war nie die Rede. Als die deutschen Soldaten nach Hause kamen, hatten sie Schreckliches erlebt, Schreckliches gesehen und Schreckliches getan. Sie waren von einem verachteten Feind besiegt worden, Triumphgeschichten gab es keine. Über alles wurde das Leichentuch des Schweigens gelegt. Wobei der Kalte Krieg zumindest den Westdeutschen einen geschmeidigen Übergang erlaubte: sie konnten ihren vertrauten Feind behalten, kämpften jetzt aber an der Seite des Westens und im Namen der Freiheit.

Seine deutschen Zeitzeugen fand Paul Kohl über eine Zeitungsannonce, genau genommen über zwei aufeinander folgende Anzeigen: „Bin Journalist. Suche ehemalige Soldaten, Überfall auf die Sowjetunion, Heeresgruppe Mitte: Ergebnis Null. Neue Anzeige: Suche Soldaten Heeresgruppe Mitte, die über ihre Leiden erzählen. Da kam Post! Telefon, Karten. Es haben sich 50 ungefähr gemeldet … und dann hab ich 35 ausgewählt, und zwar 35 der Stimme nach, also nicht welche, die da was runterrasseln, sondern die ich auch senden kann … und natürlich war von Anfang an klar: anonym, Klaus C. oder irgendsowas, keine Klarnamen.“ (audio 4)

Paul Kohl durchbricht mit seinem Stück die Mischung aus Schweigen und Nichtwissen zu einem Zeitpunkt, als auch die Rede Richard von Weizsäckers im Bonner Bundestag am 8. Mai 1985 eine Zäsur im historischen Bewusstsein der BRD signalisierte. Die Aufarbeitung des Kriegs gegen die Sowjetunion dauerte allerdings noch Jahre. Eine Ausstellung über die Verbrechen der Wehrmacht im Jahr 1995 löste noch immer Empörung aus, weil sie als Verleumdung deutscher Soldaten gesehen wurde.

In Moskau begann Mitte der 1980er die Zeit von Glasnost und Perestrojka: Michail Gorbatschow wurde im März 1985 Generalsekretär der KPDSU. Die Sowjets genehmigten die Reise nicht nur, sie unterstützten sie auch materiell, indem sie Hotels und Transportmittel zur Verfügung stellten. Sie beauftragten Journalisten der regionalen Zeitungen damit, Treffen zu organisieren, das Kulturhaus oder die Schule zur Verfügung zu stellen, überlebende Zeitzeugen ausfindig zu machen, die bereit waren zu erzählen. In den örtlichen Zeitungen wurde darüber berichtet, denn dass ein Journalist aus der Bundesrepublik sich für diesen Krieg interessierte, war eine Sensation. (audio 2)

„Ich habe damit gerechnet, dass ich angespuckt werde, das hätte mir nix ausgemacht, das hätte ich völlig verstanden nach alldem, was war, aber ich wurde mit Rosen empfangen. Ich hab kein böses Wort gehört, kein Vorwurf! Also es wurde immer – während meiner Reise haben mich die überlebenden Opfer haben immer den Unterschied gemacht zwischen den Nazis und den Deutschen. Ich konnte denen nicht sagen, hörn se mal, es gab auch unter den sogenannten Deutschen jede Menge Nazis, ja. Die bestanden darauf, es gibt den bösen Nazideutschen und den guten anderen Deutschen.“ (audio 6)

 

Aus einem Interview mit Paul Kohl am 1. Juli 2021

audio 1 : Alle haben geschwiegen, Länge: 2’10

Ich habe dieses Feature, das ja mein erstes großes einstündiges Feature war, deshalb geschrieben, weil um mich herum – Familie, Verwandtschaft – alle geschwiegen haben. Ja, was war denn da eigentlich? Mein Vater war Polizist, Ordnungspolizei – er war nicht bei der Heeresgruppe Mitte, nicht Belarus, nicht Russland, er war in Polen, er war in Serbien, er war in Griechenland, er war in den Niederlanden. Von ihm, das hab ich hier auch in dem Buch deutlich beschrieben: NICHTS. Ich fragte, was habt ihr denn gemacht? Joaaa, Wache gestanden. Mein Onkel war bei der OT – Organisation Todt – ja gut, die haben ja nicht nur Brücken, die vorher die Partisanen gesprengt hatten, wieder instand gesetzt, oder die Kasernen instand gesetzt, die vorher die deutsche Luftwaffe bombardiert hatte, sondern die haben auch Konzentrationslager gebaut, soweit die Häftlinge das nicht selber konnten. Die OT – Organisation Todt – war ja der Bautrupp schlechthin, das war ja ein gigantischer Konzern. Und wenn ich meinen Onkel fragte, ja, was habt ihr denn gemacht? Jo, schimpfte er auf die Partisanen, die haben vorher alles kaputt gemacht, das mussten wir alles wieder aufbauen. Der andere Onkel war in Russland, wo genau konnte, wollte er nie sagen, bei der Luftwaffe, also Fallschirmspringer, das heißt der wurde hinter der Front abgesetzt – hinter der sowjetischen Front – ja, was habt ihr denn gemacht, der wurde fuchsteufelswild, wenn ich ihn danach fragte.

 

audio 2: Logistische Unterstützung durch die Sowjetunion, Länge: 1’12

Diese Reise von Brest/Bug bis Moskau verlief ja im Zickzack, durch vier Wochen oder sechs Wochen waren es sogar, und zwar durch die großen Städte Minsk, Smolensk bis Moskau und immer im Zickzack quer übers Land – Städte, wo noch vorher kein Deutscher war, Siedlungen, Kolchosen, Sowchosen, also die kleinsten Dörfer – da war natürlich vorher nie nach 45 kein Deutscher mehr! Diese Treffen wurden alle organisiert durch örtliche Zeitungen. In Moskau gab es APN Nowostej, das ist die damalige große Nachrichtenagentur, APN Nowostej in Moskau und die haben dann in diesen Städten, in die ich wollte, Journalisten von Regionalzeitungen sozusagen animiert, mich zu empfangen und mir Informationen zu geben und meine Reise zu begleiten.

 

audio 3: Der Dolmetscher, mit dem er sich anfreundete, kam vom KGB, Länge: 2’22

Ich sprach ja kein Russisch, hätte ich gerne gekonnt, ich hatte von Anfang an einen tollen Dolmetscher – Borislaw Petschnikow. Der war selbst Journalist und war zugleich beim KGB – musste er ja, denn der KGB hatte natürlich auch ein Auge auf diesen westdeutschen – war ja der Klassenfeind – Journalist, was treibt er da, hält er sich an die Abmachung? Oder ist das nur Vorwand um was anderes zu machen? Völlig klar, und ich wusste auch, dass der KGB mich quasi in Form meines Dolmetschers beaufsichtigt. Ich hatte aber nie Probleme, nie. Dieser KGB-Mann, Petschnikow, war wie gesagt zugleich Journalist, der wollte mit mir diese Reise machen, um selbst zu erfahren, zu erleben, was in SEINEM Land wirklich geschehen ist, denn die hatten ja nur die offiziellen Verlautbarungen, ja, aber doch nicht die aus der Bevölkerung, aus der Quelle, sondern nur – Partei, und das hat der mir auch gesagt. Der kam aus Moskau, er sagte, wir wissen eigentlich nicht viel über den Krieg, was wir wissen sind Siegesmeldungen, nur Siegesmeldungen, wie heroenhaft wir – ja hamse, stimmt – aber es gab bei diesem Sieg auch viele Niederlagen, und es gab ein unendliches Leid in der Bevölkerung, unendlich, nicht vorstellbar für uns – der sagt, über Leid wurde bei uns in Moskau nicht geredet, nur Sieg, nur Sieg, ja, und der sagt, ich will das von der Quelle wissen, mit dir zusammen fahren wir von Brest bis Moskau und dann erfahre ich, sagt er, zum ersten Mal, was hier wirklich geschehen ist, ja. Da waren wir schon Freunde.

 

audio 4: Die deutschen Soldaten der Heeresgruppe Mitte, Länge: 3’02

Wie fand ich die deutschen Soldaten, die damals in der Heeresgruppe Mitte waren? Da hab ich also Inserate aufgegeben in einer Berliner Zeitung und zwar in der Rubrik „Aktivitäten“ und so – hab geschrieben: Bin Journalist. Suche ehemalige Soldaten, Überfall auf die Sowjetunion, Heeresgruppe Mitte. Null! Keiner!! Vielleicht haben welche mich angerufen und beschimpft – wir waren ehrenwerte deutsche Soldaten, das kann sein, dass ich da Anrufe bekam, aber sonst: Ergebnis Null. Ja, OK. Hab ich was draus gelernt. Neue Anzeige: Suche Soldaten Heeresgruppe Mitte, die über ihre Leiden erzählen. Da kam Post! Telefon, Karten. Es haben sich 50 ungefähr gemeldet, alle wollten über ihre Leiden reden und über den böse Russen und was der böse Russe ihnen angetan hat – ich hab mir das am Telefon alles angehört und dann hab ich habe 35 ausgewählt, und zwar 35 der Stimme nach, also nicht welche, die da was runterrasseln, sondern die ich auch senden kann. Fünfunddreißig – die hab ich alle interviewt, von den 35 haben drei gesagt – die drei hab ich auch in der Sendung – wir haben da entsetzlich gehaust, wir haben da Verbrechen geübt, jeden Tag, jede Stunde, die anderen, davon hab ich fünf oder sechs oder sieben genommen, und die haben so richtig auf den Putz gehauen, wär besser, wenn wir den Russen kaputt gemacht hätten und so. Also das war auch typisch, akustisch: die, die sagen war toll, da haben wir endlich mal aufgeräumt, klar, musste sein, da war die Stimme immer kräftig nach oben, ja, die drei, die sagen, entsetzlich was wir da angestellt haben, da ging die Stimme immer runter, das ist auch psychologisch höchst interessant. Ja, so hab ich diese da ausgewählt, und natürlich war von Anfang an klar: anonym, keine Klarnamen, damit ich zu denen auch überhaupt kommen durfte, hab ich von Anfang an am Telefon gesagt: anonym, Klaus C. oder irgendsowas, keine Klarnamen.

 

audio 5: Ich werte nie! Länge: 1’36

Ich habe mich immer nur gesehen als Informator, ich informiere über eine Sache, über einen Vorgang, dazu benutze ich verschiedene Aussagen, das sind dann die Aussagen der Täter, die Aussagen der Opfer, und dann, was ich an dokumentarischem Material, wo ich ja keinen O-Ton hab, und dann die Umstände, wo befinde ich mich, was macht das für einen Eindruck auf mich. Ich werte nie! Das ist die Arbeit des Zuhörers. Ich muss das so hinstellen, dass der Hörer automatisch es selbst bewertet, ja. Wenn da der eine sagt, Kolesnikow in Minsk, der erste Bombenangriff auf Minsk, 24. Juni 41, danach gab es Minsk nicht mehr, nur Ruinen, ja, und dann kommt der andere Deutsche und sagt: wir haben Minsk nicht kaputt gemacht, alles Lüge, da hat der Hörer jetzt zwei Positionen, wem glaubt er? Ich drücke keinen Stempel auf, ich stelle aber die Fakten so, also gegeneinander, dass der Hörer selbst merkt, wer die Wahrheit sagt.

 

audio 6: Die bösen Nazis und die guten Deutschen, Länge: 2’41

Ich wollte noch etwas sagen, auch wenn das jetzt ein Sprung ist von den russischen, sowjetischen Augenzeugen, wir hatten manchmal am Tag drei Termine, wir kamen an und dann saßen da 15-20 Mütterchen und Väterchen und Partisanen mit klingelnden Orden und warteten alle auf den Deutschen, ja, und dann kam der endlich und dann – das waren nicht immer ganz alte Leute, auch mittleres Alter, naja man muss denken: 85, der Krieg war 40 Jahre zurück, wenn die damals 20 waren, waren die jetzt 60, ja – da haben die zum ersten Mal nach 40 Jahren über ihre Erlebnisse erzählt, über ihr Leiden, obwohl die alle im selben Dorf wohnten, ja, sich alle kannten, die haben aber nach dem Krieg 40 Jahre, das hat man mir immer wieder bestätigt, nie über ihre Leiden erzählt, ich war der erste, und noch dazu ein Deutscher, der ihnen sozusagen den Mund geöffnet hat und die Herzen, das haben die mir immer wieder gesagt und sie fingen an oft während sie erzählten, zu weinen, zu schluchzen, viele sagten auch, ich kann nicht mehr, es ist zu viel. – Ich habe damit gerechnet, ich wusste ja, was die gelitten haben, ich habe damit gerechnet, dass ich angespuckt werde, das hätte mir nix ausgemacht, das hätte ich völlig verstanden nach alldem, und was war, ich wurde mit Rosen empfangen. Ich hab kein böses Wort gehört, kein Vorwurf! Also es wurde immer während meiner Reise haben mich die überlebenden Opfer haben immer den Unterschied gemacht zwischen den Nazis und den Deutschen. Ich konnte denen nicht sagen, hörn se mal, es gab auch unter den sogenannten Deutschen jede Menge Nazis, ja. Die bestanden darauf, es gibt den bösen Nazideutschen und den guten anderen Deutschen.

 

Ergänzendes Material:

In einem Leserbrief vom 22. Juni 1986 empört sich ein Hörer: Es sei ungeheuerlich, „uns Deutschen zum ungezählten Male und in primitiv-lügenhafter Weise ein Sündenregister vorzuhalten: uns Deutsche auch am geheiligten Sonntag nicht aus den Umerziehungsklauen zu lassen.“ Er legt im weiteren dar, dass im Juni 1941 fast zwei Millionen Bolschewisten an der Westgrenze Russlands stationiert gewesen seien, bereit, die deutsche Grenze zu überschreiten, und dass die Wehrmacht unter diesen Umständen zu einem Präventivschlag gezwungen gewesen sei.

„Das sind in aller Kürze grundlegende Fakten, die niemand aus der Welt schaffen kann. Lediglich Juden sowie widerliche deutsche Emigranten, denen das Gift aus allen Knopflöchern spritzt, wollen eine Geschichtsschreibung suggerieren, die ihren eigenen dunklen und boshaften Vorstellungen entspricht. Sie, die Fernseh- und Rundfunkanstalten des ÖFFENTLICHEN UNRECHTS, die von unseren Gebühren am Leben gehalten werden, leisten diesen Leuten in unseliger Manier eines Karl Marx Schützenhilfe. Aber alles in dieser Welt findet ein Ende. So kommt auch für Sie die Stunde, wo Sie für Ihre unzähligen Lügen und Verunglimpfungen bezahlen müssen.“

 

Biografie

Paul Kohl, geboren 1937 in Köln, lebt seit 1970 in Berlin. Er ist Übersetzer, Schriftsteller und Autor von Büchern, Hörspielen und Radio-Features. Sein besonderes Interesse gilt der Zeit des Zweiten Weltkriegs und den Kriegsverbrechen der SS und der Wehrmacht in der Sowjetunion. Sein Buch „Ich wundere mich, dass ich noch lebe. Sowjetische Augenzeugen berichten“ erschien 1990. Nach diesem Buch entstand die 6-teilige Dokumentar-Fernsehsendung von Hartmut Kaminski im Südwestfunk, die den gleichen Titel trägt wie Paul Kohls Radio-Feature von 1986: „Steh auf, es ist Krieg“. Im Jahr 2014 wurde er mit dem Axel-Eggebrecht-Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Jens Jarisch sagte in der Laudatio: „Paul Kohl übermittelt uns nicht die Nachricht, sondern das, was sie auslässt. Seine Geschichten handeln nur beiläufig davon, was genau geschehen sein mag. Vordringlich handeln sie davon, wie dieses Geschehnis im Hier und Heute wirkt. Bekanntes bekommt neue Brisanz und Geschichte wird lebendig. Weil es sich in Wirklichkeit gar nicht um Geschichte handelt, sondern um eine Form, die Gegenwart zu betrachten.“

 

Ausgewählte Radiostücke

„Also am liebsten hätte ich mich auf die Straße gesetzt und angefangen zu heulen“, HR 1983

„Fulda-Gap oder The first battle of the next war“, HR 1983

„Der Osten ist grün oder: Die andere Republik. Ein Science Fiction Feature“, SFB 1996

„Das Attentat. Wer hat Alfred Herrhausen ermordet?“, DLF/WDR/RBB 1997

„Ground Zero“, SFB-ORB 2002

„Simsalabim, da bin ich wieder. Kalanag: ein Zauberer aus Deutschland“, SWR 2011

 

Themen:

Krieg gegen die Sowjetunion

 

Lidice – Das schweigende Dorf

Das Bergarbeiterdorf Lidice in Tschechien wurde am 10. Juni 1942 von den Nazis zerstört. Die Männer wurden erschossen, Frauen und Kinder deportiert, die Häuser dem Erdboden gleich gemacht. Wenige Wochen später entstand in England ein Film, für den die Bewohner des walisischen Dorfes Cwmgiedd die Ereignisse von Lidice nachspielten. Der Film sollte den Briten vor Augen führen, was bei einer Invasion der deutschen Wehrmacht geschehen würde.

Jahre nach Kriegsende sieht Ernst Schnabel diesen Film und nimmt ihn zum Ausgangspunkt für eine Radiosendung. Er erzählt die Katastrophe von Lidice nicht direkt, sondern über die erzählerische Bande des Films, den er als das gemeinsame Dritte mit seinem Radio-Publikum teilt. Vermittels der Tonspur und aus der Schilderung der Bilder heraus entwickelt Schnabel seine Kunst des gesplitteten, verzögernden, dialogischen Erzählens.

Wie fängt er das an? Mindestens drei Mal. Er beginnt mit einer Rezension des Films, der die klassische Echtheitsgarantie der Dokumentarkunst enthält: „Dies ist ein Bericht über einen Film ohnegleichen. Er ist ohne Drehbuch gemacht, ohne Stars. Auf der Leinwand erscheinen nur – (Pause) – ganz gewöhnliche Leute. Und die Geschichte, die ihnen widerfährt, ist bekannt, sie ist wahr, sie hat sich wirklich ereignet, und jedermann weiß es“.

Dann der zweite Anfang. Schnabel erzählt, wie enttäuscht er war von dem Film, alles alt und verblasst: „Der Ton kommt wie aus einer anderen Welt … die Gesichter grau, fremd … ich saß da und dachte, nein … es springt nichts mehr über … BIS ein Moment kam …“. Und kaum ist er bei diesem BIS, kaum ertönt die Marschmusik, wird sie schon gestoppt. Der Autor bricht ab. Er entschuldigt sich bei seinem Publikum: „Verzeihen Sie mir, dass ich Sie mitten hineingestoßen habe in den Film, so rücksichtslos“. Aber es sei eben schwierig, von Bildern im Radio zu erzählen, wo es da doch nur „Stimmen und Ohren“ gebe. Er wolle es trotzdem versuchen.

Schließlich der dritte Anfang: Fanfarenstoß, Musik, Titel. Beginn des Films. Eine Stimme von der Tonspur: „Zuerst sieht man ein Dorf, ein Dorf im Frieden, es ist übrigens ein Bergmannsdorf.“ Es folgen Bilder des Alltags in Cwmgiedd, das wie Lidice ein Bergarbeiterdorf war: Häuser, Rauch, Fördertürme, ein junges Mädchen holt Kohlen, englische Stimmen, in der Dorfschule singen Kinder – geschildert von einer keineswegs martialischen Männerstimme aus dem Film-Off. Aber wie riesengroß ist der Unterschied zu der immer wieder in die Schilderung hineinspringenden Stimme Ernst Schnabels! Der spricht, technisch gesehen, ganz dicht am Mikro, von der Haltung her wie am Telefon, einem einzelnen Hörer zugewandt: sehr präsent, dicht am Ohr, wie im Dialog. Alle, wirklich alle in unserer Gruppe haben diesen Ton, diese Art zu sprechen, als einzigartig empfunden.

In seinen Kommentaren zieht Schnabel immer wieder eine erzählerische Metaebene ein: „Ein Dorf irgendwo in der Welt. Dass es irgendwo ist, befremdet ein wenig. Aber auf der anderen Seite – leben wir nicht auch nur irgendwo?“ So baut er Brücken zu seinen Zuhörern: „Die Lehrerin könnte überall auf der Welt Lehrerin sein und die Kinder überall auf der Welt Kinder.“ Der Weltreisende Schnabel bekennt sich hier, pathetisch gesprochen, zum Credo des Humanismus, indem er die Menschen in Wales und in Lidice zusammen mit den Zuhörern und sich selbst, dem Autor, als Teil der „family of man“ vereint. Leiser, ziviler kann man das Gegenteil zu der Ideologie, die Lidice zerstört hat, nicht formulieren.

Danach geht die Schilderung des Alltags in dem walisischen Dorf Cwmgiedd minutenlang weiter. Hier ist nichts besonderes los, sagt der Film, sagt Ernst Schnabel. Dienstag, Mittwoch, Donnerstag. Dann bei Minute 11’ wird der Fluss des Alltäglichen unterbrochen. Der Erzähler Schnabel nagelt den Moment, dieses UNTIL-BIS an die Pinnwand der Erzähltheorie: Gerade in dem Augenblick, wo das gewöhnliche, normale Leben die Zuschauer zu langweilen beginnt, da erscheint auf der Leinwand quer über das Dorf hinweg in den Abendhimmel geschrieben eine Schrift: „Such is Life – So etwa sah das Leben aus in den Dörfern von Wales“ … BIS, UNTIL, PLÖTZLICH: Ein schwarzes Auto kommt über die Brücke mit einem Blechtrichter auf dem Dach. Marschmusik. Achtung! Achtung! Die Deutschen besetzen das Dorf.

Man könnte das UNTIL-BIS auch den vierten Anfang des Stücks nennen. Man hätte auch das ganze Stück mit diesem schwarzen Auto anfangen lassen können. Direkt. Das hätte vielleicht einen großen Effekt gehabt, Aufmerksamkeit erzeugt. Den Rest hätte man dann im Rückgriff erzählen können – eine vielfach erprobte Erzählkonstruktion. Aber schon das Gedankenexperiment macht deutlich, was sich verschoben hätte. Bei Ernst Schnabel und im Jahr 1961 ging es nicht um akustische Überwältigung oder maximale Emotionalisierung. Die Gewalt sollte nicht das erste Wort haben. Der Frieden sollte nicht als Verlierer dastehen, sondern als das zerstörte Glück. Deshalb diese Reihenfolge. Und deshalb ist Minute 11’ vielleicht numerisch ein vierter Anfang, aber erzählerisch ist er Teil des dritten Anfangs.

Nach diesen 11’ Minuten sind alle narrativen Instrumente gestimmt. Die Besetzung und Zerstörung von Lidice, erzählt über die Bande der walisischen Parallelgeschichte, nimmt ihren Lauf: es kommen neue Dokumente dazu, der Lebenslauf Reinhard Heydrichs, das Attentat auf Heydrich in Prag im Mai 1942, der Vergeltungsplan der Nazis, die Rache, die Selbstinszenierung der Mörder in einem weiteren Filmdokument, der fiktive Monolog eines jungen Mädchens, das die tschechische Gedenkstätte von Lidice mit der Schulklasse besucht. Viele Stränge. Ernst Schnabel schmeckt die Informationen nach, die er gesammelt und geschrieben hat, sortiert, dosiert, kommentiert, assoziiert. Er lässt sein Publikum nicht allein, sondern sitzt vermittelnd neben ihm. Beeindruckend. Dieses Spiel von Ernst Schnabel im erzählerischen Dreieck zwischen den Bildern, der Tonspur des Films und dem Autor im Dialog mit seinem Publikum ist herausragend. Und einer der wichtigsten Gründe, weswegen dieses Stück in unserer Liste steht, sind die ersten 11 Minuten – mit den drei bis vier Anfängen.

Marianne Weil

 

Aus unserem kollektiven Hörprotokoll

In dem stück LIDICE steht kein wort an der falschen stelle, die art, in der schnabel seinen text SPRICHT, zugewandt, direkt, freundlich und eindringlich, ist ganz wunderbar.

Die unglaublich angenehme Erzählhaltung von Schnabel überzeugen mich restlos.

Wie geschickt der Verlauf gebaut ist und wie wohltuend Schnabels Stimme.

Bei so viel Lob sucht man nach einem Pferdefuß – nun, das tschechische Mädchen, das die Dokumentationsstätte Lidice aufsucht und der Schnabel Worte der Empörung in den Mund imaginiert, wirkt etwas zeitgebunden. Ansonsten kann ich mich voll anschließen. Schnabel gibt dem Unsäglichen Sprache. Und hier ist seine erzähltechnische Brillanz sehr auf die Sache gerichtet, während die Inseln unter dem Winde, die ich auch toll finde, doch stärker Selbstporträt sind.

 

Ergänzendes Material

Nachruf auf Ernst Schnabel von Hanspeter Krüger, der als SFB-Redakteur im Nachtprogramm mit Schnabel zusammenarbeitete:

‚Ein Mann geht mit einer Kerze über eine leere, dunkle Bühne und beschreibt nüchtern und genau, was er im Umkreis des Kerzenlichts sieht. Dabei hat er die Hoffnung, daß die einzelnen beleuchteten und beschriebenen Punkte in der Phantasie des Zuschauers zu einem Ganzen zusammenschießen.’

Was von seinem phantasiereichten Urheber so beschrieben wurde, war das Feature, eine Gattung, die er in den Jahren des Nachkriegs-Rundfunks erst erfand.

Seine Stimme kommt einem zuerst in den Sinn: immer etwas belegt, fast heiser; die sächsische Färbung, das Stockend-Bedächtige. Sie ist auf zahllosen Tonbändern aufgezeichnet, sie wird (hoffentlich) noch oft zu hören sein.

Das Zweite: sein unerbittlicher Zorn im Angesicht von Ungerechtigkeit und menschlicher Unzulänglichkeit – ein Mann des Langmuts war Ernst Schnabel nicht. Wochenlang hat er mich mit Verachtung gestraft, weil ich es einer älteren Kollegin gegenüber an der gebotenen Höflichkeit habe fehlen lassen.

 

Peter Leonhard Braun über Ernst Schnabel in dem Feature von Helmut Kopetzky: „Ein Mann im Wettlauf mit der Zeit“ von 2003:

Ich weiß nun nicht, wie er seine früheren Texte verfasst hat, ich würde ihn eher als einen somnambulen Schreiber bezeichnen. Das Eigentliche ist, dass er sich zu sich selbst durchstellt, sich zu sich selbst verbindet um ne Art Strom herzustellen, was ja letztlich mit dem Hörer kommuniziert. DAS muss der erschöpfende Prozess gewesen sein, das ist als ob dich jemand betastet, wenn du seinen Texten zuhörst, das ist doch auch ne direkte Berührung, das ist ja auch nicht nur Sprache, das is einfach ne Person, das is ja eben diese Magie, wenn er selbst spricht. Er war ein Barde, er war ein Sänger, jemand der sieht, jemand der denkt und jemand der auszudrücken in der Lage ist. Und so haben wir dieses Phänomen, dass diese merkwürdig weiche und suggestive und sich auch immer wieder verzögernde Stimme Riesenerlebnisbögen darstellt – DAS hat er doch herzustellen versucht, er hat doch die Krallen sozusagen in sein Publikum schlagen können.

 

Aus einer Sendung von Kathrin Bock für Radio Praha vom 24.6.2000
über die Zerstörung von Lidice und den britischen Film „The silent village“. Darin erinnert sich der Regisseur Humphrey Jennings an die Dreharbeiten mit den Bewohnern des walisischen Dorfes Cwmgiedd:

Ich war überrascht und beeindruckt davon, wie schnell sie die Idee verstanden und bereit waren, sie in die Tat umzusetzen. In den paar Wochen, in denen der Film gedreht wurde, haben sie wirklich Lidice gelebt – sie haben es erlebt. Ich war beeindruckt davon, wie ernst die Leute, die keine Schauspieler, keine Intellektuellen waren, sondern einfache Bergarbeiter und ihre Familien, wie ernsthaft sie bei der Sache waren und sich vorstellten, sie seien die Leute, die die Tragödie erleben.

 

Biografie

Ernst Schnabel, geboren am 26.9.1913 in Zittau, war Matrose, Schriftsteller, Übersetzer und Radiopionier. Er besuchte die Fürstenschule St. Afra in Meißen, die er mit 17 Jahren verließ, um mit der Handelsschifffahrt fünf Jahre um die Welt zu fahren. 1939 erschien sein erster Roman „Die Reise nach Savannah“. Zwischen diesen Polen des um die Welt Reisenden und des von der Welt Erzählenden spannte sich das Leben Ernst Schnabels. Nach dem Krieg, den er als Kommandant eines Geleitboots und Gefangener der Briten beendete, ging er als Mitarbeiter des NWDR nach Hamburg. Zusammen mit Alfred Andersch, Axel Eggebrecht und Peter von Zahn gehörte er zu den „vier Musketieren“ des Radiofeatures. Seine Radiosendungen sind Legende: „Der 29. Januar 1947“ wurde mehrfach neu inszeniert. „Interview mit einem Stern“ beschreibt die Umrundung der Erde mit dem Flugzeug und wurde in einer bemerkenswerten Länge von knapp drei Stunden gesendet. „Anne Frank“ wurde mit dem Prix Italia ausgezeichnet. Ernst Schnabel war außerdem: Leiter der Abteilung Wort beim NWDR (1946-1949), Intendant des NWDR Hamburg (1951-1955), Erfinder des Dritten Radioprogramms von NDR und SFB (1962-1965 – gemeinsam mit Rolf Liebermann) und schließlich Erfinder und Leiter der „Literarischen Illustrierten“ beim SFB-Fernsehen von 1965 an. 1968 schrieb er das Libretto zu Hans Werner Henzes Oper „Das Floß der Medusa“. Nach einem Streit 1968 mit dem neuen SFB-Intendanten Franz Barsig, der eine Diskussion mit den rebellierenden Studenten ablehnte, kündigte Ernst Schnabel und schrieb: „Ich kann einfach nur in reiner Luft arbeiten. Ich bin so. Es hat sich infolgedessen noch niemals einer wünschen müssen, mich los zu werden. Ich war solchen Einfällen mit der Erfüllung stets um wenigstens einen Tag voraus.“ Fortan lebte er als Autor und Übersetzer, zum Beispiel von Ernest Hemingway, bis zu seinem Tod am 25. Januar 1986 in der Knesebeckstraße von West-Berlin.

 

Ausgewählte Radiostücke

„Der 29. Januar 1947“ (NWDR 1947)

„Interview mit einem Stern“ (NWDR 1951)

„Der sechste Gesang“ (SWF/NDR 1955)

„Anne Frank – Spur eines Kindes“ (NDR 1958)

„Hurrikan“ (DLF 1965)

„Zwei Männer in Betrachtung des Mondes“ (DLF 1976)

 

Stichwörter:

Nationalsozialismus, NS-Terror, Tschechoslowakei, Dokumentarfilm

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