Zeitungsannonce

Seine deutschen Zeitzeugen fand Paul Kohl über eine Zeitungsannonce, genau genommen über zwei aufeinander folgende Anzeigen: „Bin Journalist. Suche ehemalige Soldaten, Überfall auf die Sowjetunion, Heeresgruppe Mitte: Ergebnis Null. Neue Anzeige: Suche Soldaten Heeresgruppe Mitte, die über ihre Leiden erzählen. Da kam Post!

Originalton-Aufnahmen

Es besteht zu 97,5% aus Originalton-Aufnahmen mit Heinz, der Rest ist aber mindestens genauso interessant

der beobachtende Recherchestil

„The fine art of hanging around“ nannte Talese seinen beobachtenden Recherchestil. Hier haben die Studenten ihn kongenial kopiert: beim Späti abhängen, ohne Eile und mit offenem Mikrofon, offen für den Moment, den Zufall, der Konstellationen schafft..

Das Mikrofon als Spinnennetz

Das Mikrofon wirkt hier eher wie ein geduldiges Spinnennetz, es fängt ein, was der Nachtwind ihm vor die Membran weht. Scheinbar.

Tonbandfunde

Radiomenschen lieben solche Funde. Und sie machen Sendungen daraus. Auf den Reiz der Patina, den alte Tondokumente angesetzt haben, können sie sich verlassen. Sehr viele dieser Archivstücke werden präsentiert wie ein klingender Blumenstrauß, liebevoll zusammengebunden und mit einem Augenzwinkern überreicht. Es gibt aber auch die ‚harten‘, investigativen Varianten.

Tonspur eines Films

Er erzählt die Katastrophe von Lidice nicht direkt, sondern über die erzählerische Bande des Films, den er als das gemeinsame Dritte mit seinem Radio-Publikum teilt. Vermittels der Tonspur und aus der Schilderung der Bilder heraus entwickelt Schnabel seine Kunst des gesplitteten, verzögernden, dialogischen Erzählens.

reale Justizfälle

Heise bekommt Jonas vom zuständigen Staatsanwalt zugeteilt. Er will ein Stück für die Reihe „Tatbestand“ machen, in der reale Justizfälle für den DDR-Rundfunk abgehandelt werden.

das offene Spiel mit der Materialität

Er spielt bewusst mit der Materialität seiner Aufnahmen, mit Brüchen, Abrissen und Rändern und legt scheinbar ohne Beklemmung seinen kompositorischen „Quellcode“ offen.

Mitschnitte aus Leipzig

Peter von Zahn verwendet in seinem Beitrag Mitschnitte des Rundfunks der Ostzone: Interviews und O-Töne aus dem Gerichtssaal in Leipzig. Das war keineswegs selbstverständlich zum Zeitpunkt des Berichts Anfang 1949.

Leerstelle im Material

Jetzt hat sie eine Leerstelle. Was tut sie? Erstens hat sie Glück: Jemand steckt ihr den detaillierten Ablaufplan des geplatzten Besuchs zu. Zweitens greift sie zu und macht den glücklichen Fang zum Zentrum des Stücks, eine geniale Lösung.

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